Die Digitalisierung wandelt die Welt. Und das nicht erst seit gestern. Einfluss und Marktmacht der großen Softwarekonzerne wachsen immer weiter. Ob im Bereich der Betriebssysteme, Videospiele oder Datenbankanwendungen.

Die Bedeutung der großen Softwarehersteller ist heute kaum mehr zu unterschätzen.

Microsoft ist die Nummer eins

Der Windows-Konzern Microsoft ist nach wie vor die absolute Nummer eins unter den Unternehmen, die ihr Geld in erster Linie mit Software verdienen. Vor allem Microsoft Windows und das weiterhin omnipräsente Büropaket Microsoft Office lassen bei dem Unternehmen aus Redmond im US-Bundesstaat Washington die Kassen klingeln. Doch längst hat Microsoft auch andere Umsatzquellen erschlossen.

Vor allem das Geschäft mit Cloud-Dienstleistungen über die Azure-Plattform ist erfolgreich. Hinter Amazons AWS-Plattform ist Microsoft heute die weltweite Nummer zwei im Bereich der Cloud-Services. Durch Verknüpfung der eigenen Plattform mit dem Software-Angebot sind die Dienstleistungen für viele Kunden besonders attraktiv.

Darüber hinaus mischt Microsoft als Betreiber von Skype und Linkedin auch in anderen Bereichen des Netzes erfolgreich mit. Mit der XBox ist der Konzern außerdem auch im Gaming-Bereich äußerst erfolgreich.

Video- und Computerspiele sind Trumpf

Doch natürlich ist Microsoft im Bereich der Videospiele bei Weitem nicht die Nr. 1. Konzerne wie Electronic Arts, Activision/Blizzard oder Nintendo dominieren hier definitiv das Feld. Die Umsätze und Gewinne, die sich im Bereich der elektronischen Unterhaltungssoftware erwirtschaften lassen sind dabei enorm. Nicht zuletzt die Allgegenwärtigkeit von Smartphones sorgt hier in den letzten Jahren für Rekordgewinne.

Denn auch wenn Video- und Computerspiele schon seit Jahrzehnten ein sehr lukratives Geschäft für die Konzerne darstellen, waren sie bis vor rund zehn Jahren trotz allem noch ein Hobby, für das nicht jeder sich die Zeit nehmen konnte und wollte und für das auch nicht jeder über die notwendige Hardware verfügte. Heute machen mobile Games mehr als die Hälfte des Umsatzes der Branche aus. Spieleklassiker wie Diablo oder GTA werden mittlerweile zunehmend auf die tragbaren Geräte und mobilen Betriebssysteme portiert. Auch ein wesentlicher Teil des Erfolgs des Spiels Minecraft hat sich auf den mobilen Systemen eingestellt.

Mit den langsam aufkommenden Cloud-Gaming-Plattformen, wie etwa Googles Stadia, wird es darüber hinaus möglich, auch aufwändigere Spiele mit komplexer 3D-Grafik auf den kleinen, vergleichsweise prozessorschwachen Handhelds darzustellen. Auch hat die Art der Refinanzierung von mobilen Spielen die Art verändert, wie Spiele für die „großen“ Systeme entwickelt werden. Mit vielen kleinen In-Game-Käufen machen viele Hersteller mittlerweile wesentlich mehr Gewinn als mit dem Verkauf der eigentlichen Spiellizenzen.

Fortnite, der Mega-Gaming-Hit der letzten Jahre, etwa wird komplett kostenlos an die Spielerinnen und Spieler auf allen Plattformen verteilt. Dennoch macht Hersteller Epic mit dem Spiel nach wie vor jeden Monat Millionenumsätze über den Verkauf von Kostümen, Waffen und ähnlichen In-Game-Items.

Online-Casinos

Auch Online-Casinos und vergleichbare Angebote funktionieren mittlerweile ähnlich. Mit kostenfreien Basisangeboten, werden Nutzerinnen und Nutzer motiviert, Geld für Slotmachines und Online-Poker auszugeben.

Auf Seiten wie casino-bonus-ohne-einzahlung.de stehen interessierten Spielerinnen und Spielern eine Vielzahl attraktiver Kostenlos-Angebote zur Verfügung. Auch hier hoffen die verschiedenen Anbieter natürlich, später über den Verkauf kostenpflichtiger Dienstleistungen Geld einnehmen zu können.

Zu den größten Herstellern im Bereich der Casino-Software zählen im Übrigen:

-Die im Jahr 1957 gegründete Firma Gauselmann, die unter der Marke Merkur, welche vielen Casinokennern eher ein Begriff sein sollte, bereits über 250 Spiele veröffentlicht hat

Novomatic / Novoline, erst 1980 gegründet hat der angesehene Casinosoftwareproduzent bis heute bereits über 300 Spiele veröffentlicht und zählt als größte europäische Glücksspielmarke

Microgaming, seit seiner Gründung im Jahr 1994 hat sich der britische Casinosoftwareentwickler mit über 800 Spielen, das größte Spieleportfolio der Welt erarbeitet

-Das schwedische Unternehmen NetEnt, welches im Jahr 1996 die Welt betrat gilt mit seinen ca. 200 Spielen als einer der beliebtesten Entwickler von Gambling Software und wurde in der Vergangenheit mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

Enterprise Software

Ebenfalls von enormer Bedeutung für die gesamte Software-Branche sind Anbieter, die die meisten Privatkunden kaum oder gar nicht auf dem Schirm haben. Die Hersteller von Enterprise-Software für große Unternehmen. IBM, Oracle und SAP sind hier nur drei der ganz großen Vertreter. Hier in Deutschland liegt dabei der Fokus der Aufmerksamkeit oft auf SAP. Als einziger deutscher Softwarekonzern von Weltrang, interessiert das Unternehmen die nationalen Medien häufig besonders.

SAP ist in erster Linie für Softwarelösungen bekannt, mit denen Geschäftsprozesse unterschiedlichster Größenordnung in Software abgebildet und insofern einer gewissen Automatisierung unterworfen werden können. Auch Oracle, vor allem für Datenbankserver- und Softwarelösungen bekannt, gehört zu den ganz Großen in der Softwarebranche.

Dabei ist das Unternehmen in breiten Teilen der Öffentlichkeit relativ unbekannt. Vor allem mit der Übernahme des Konkurrenten Sun Microsystems im Jahr 2009 hat Oracle den eigene Platz in der Welt der Softwarehersteller festigen können.

IBM war als Hersteller von Hardware lange Zeit praktisch gleichbedeutend mit dem Personal Computer. Bis weit in die 90er-Jahre hinein galt als PC nur was „IBM-kompatibel“ war. Aus dem Hardwaregeschäft hat IBM sich inzwischen aber schon lange zurückgezogen und entwickelt stattdessen Software für Großkonzerne.

Immer wieder prominent in den Medien taucht dabei Watson auf. Watson ist ein weit entwickeltes System künstlicher Intelligenz, das zum ersten mal große Aufmerksamkeit erregte, als es im Jahr 2011 bei der US-Quizshow Jeopardy gegen einige der bekanntesten Sieger des Quizzes gewinnen konnte. Watson wird inzwischen weiterentwickelt und genutzt, um zum Beispiel Krebsforscher in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Ein weiteres gigantisches Softwarehaus, das in der Öffentlichkeit vergleichsweise unbekannt ist, ist Broadcom, das mit seinem Tochter-Unternehmen CA Technologies für die Netzwerk-, Storage- und Security-Management-Software in einem großen Teil der Rechenzentren der Welt verantwortlich ist.

Die Linux Foundation

Kein Software-Unternehmen im eigentlichen Sinne, ist die Linux Foundation, die gemeinsam mit einer Heerschar freiwilliger Entwickler den Kernel des quelloffenen Betriebssystems Linux entwickelt. Linux läuft heute auf einem Großteil der Webserver und stellt auch die Basis für das Smartphone-Betriebssystem Android bereit. Wäre die Linux Foundation ein kommerzielles Unternehmen, hätte sie damit durchaus das Potenzial in der Top-10 der erfolgreichsten Software-Konzerne mitzuspielen. Stattdessen verschenkt die Stiftung das Betriebssystem und stellt damit einen essenziellen Bestandteil der Infrastruktur kostenlos bereit, die heute das von uns allen genutzte Internet bildet.

Zwei große Unternehmen fehlen

In der Liste der umsatzstärksten Softwarehersteller tauchen zwei Unternehmen, die man hier erwarten würde, nicht auf: Apple und Alphabet (der Google-Mutterkonzern). Das hängt damit zusammen, dass zwar beide Firmen enorm groß sind und auch eine Menge in die Softwareentwicklung investieren, aber ihren Gewinn anders erwirtschaften. Im Fall von Alphabet sind das vor allem die Werbeeinnahmen durch Google, bei Apple der Verkauf von Hardware. Dennoch sollten die beiden Firmen hier nicht unerwähnt bleiben, da sie mit ihren Betriebssystemen MacOS, iOS und Android heute Milliarden von Menschen in ihrem Alltag begleiten. Insbesondere Google, das als Suchmaschine ebenfalls als reines Software-Produkt gelten kann, ist darüber hinaus natürlich auch als solches in vielerlei Hinsicht als Softwarekonzern zu betrachten.

Ähnliches gilt natürlich, wenn auch mit Abstrichen, für die beiden Unternehmen Amazon und Facebook, die ebenfalls enorm viel Geld in die Entwicklung von Software investieren, um die verschiedenen digitalen Angebote der Unternehmen zu realisieren.

 

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