Mit wenig Followern Geld verdienen: Die Bedeutung der Micro-Influencer

Mit wenig Followern Geld verdienen: Die Bedeutung der Micro-Influencer

Marc Wegerhoff
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Was beim Influencer-Marketing heute funktioniert, funktioniert morgen vielleicht schon nicht mehr. Die Regeln ändern sich kontinuierlich. Unternehmen müssen immer wieder neu überlegen, in welche Influencer sie investieren möchten. Immer wichtiger wird neuerdings die Rolle der Micro-Influencer. Was das genau ist und wie man mit wenig Followern Geld verdient, verrät dieser Artikel. Entwicklung der Micro-Influencer Follower…

Was beim Influencer-Marketing heute funktioniert, funktioniert morgen vielleicht schon nicht mehr. Die Regeln ändern sich kontinuierlich. Unternehmen müssen immer wieder neu überlegen, in welche Influencer sie investieren möchten. Immer wichtiger wird neuerdings die Rolle der Micro-Influencer. Was das genau ist und wie man mit wenig Followern Geld verdient, verrät dieser Artikel.

Entwicklung der Micro-Influencer

Follower sind auf Plattformen wie Instagram längst nicht mehr alles. Jedenfalls nicht, wenn man nur die Zahl der Follower betrachtet. Mit neuen Algorithmen geht es vor allem um die Engagement Rate. Diese gibt an, wie aktiv die Follower den produzierten Content konsumieren. Wie viel wird geliket, wie viel kommentiert? Und wie viel Reichweite hat ein Influencer wirklich?

Es ist üblich, dass die Engagement Rate mit zunehmender Followerzahl abnimmt. Dagegen ist es nicht selten, dass Micro-Influencer mit weniger als 1.000 Menschen, die dem Content folgen, eine Engagement Rate von 7-8 % haben. Zum Vergleich: Einige Accounts mit hunderttausenden von Followern haben nicht selten unter 2 %. Auch Influencer, die mit ihren Followern zwischen 1.000 bis 10.000 liegen, haben oft eine Engagement Rate von 4-5 %.

Deshalb macht es aus unternehmerischer Sicht Sinn, Geld in Micro-Influencer zu investieren. Denn kleine Accounts mit hoher Engagement Rate haben eine Followerschaft, die sich wirklich für den Content interessiert, der da gezeigt wird. Das ist besonders bei Nischen wichtig, denn so können gezielt Influencer gefunden werden, die zu über 90 % die Followerschaft ansprechen.

So viel können Micro-Influencer verdienen

Es muss keine riesige Followerschaft da sein, um ein Einkommen über Social-Media-Plattformen wie Instagram zu generieren. Gleiches gilt auch für YouTube, kleine und nischige Accounts können dort ebenfalls gezielt von Unternehmen gesucht und gefunden werden. Grundsätzlich gilt, dass der Zeitaufwand aber das Einkommen übersteigen wird. Micro-Influencer sollten deshalb vor allem aus Leidenschaft und Freude am Ball bleiben. Es ist nicht auszuschließen, dass der Account stetig weiter wächst und sich hohe Followerzahlen generieren lassen. Das wiederum ermöglicht dann auch deutlich höhere Umsätze. Vom Social-Media-Einkommen leben können Micro-Influencer aber nur bedingt und je nach Lebensstil, doch ein kleines Zubrot lässt sich auch mit wenigen Followern generieren.

Mögliche Beispiele für Micro-Influencer sind Kanäle aus dem Gesundheits- und Ernährungsbereich, Reise-Blogger, Fotografen oder Hobbysportler. Und da man als Micro-Influencer nicht über Nacht reich wird, geht es vor allem um Spaß, Inspiration und eine gute Zeit auf Social Media. Generell gilt, dass erst ab einer Reichweite von 40.000 Followern und mit einer guten Engagement Rate sowie Reichweite davon die Rede sein kann, ein ausreichendes Einkommen als Influencer zu generieren.

Trotzdem kann man sich als Micro-Influencer über kleinere Beträge und Geschenke freuen. Manchmal gibt es Gutscheine und Gratisprodukte oder Einladungen zu Events. Ist man Reiseblogger im Nachhaltigkeitsbereich, könnte auch ein kostenloser Besuch im Öko-Hotel drin sein. Als Gegenleistung erwarten die Unternehmen dann ein paar schöne Fotos und eventuell Storys. Wer Geld für seine Posts möchte, braucht das nötige Verhandlungsgeschick. Es empfiehlt sich, bereits früh Statistik zu führen, um gute Argumente für die Monetarisierung vorbringen zu können. Auch Micro-Influencer arbeiten oft bereits mit einem Mediakit, in dem die wichtigsten Fakten zusammengefasst sind. Das Mediakit kann dann bei Bedarf an Unternehmen gesendet werden. Darin steht, neben der Followerzahl, wie groß die Reichweite ist, wie die Zielgruppe aussieht und wie aktiv die Community ist.

Viele Unternehmen schätzen Individualität und persönlichen Kontakt

Über Influencer macht man gern Scherze. Doch die Realität zeigt, dass sich immer mehr Unternehmen auf das Influencer-Marketing einlassen und nach geeigneten Kooperationspartnern suchen. Das zeigt sich in allen Bereichen, sogar für Online-Glücksspiele machen Influencer Werbung. Hier ist vor allem die Plattform Twitch von Bedeutung. Stundenlang wird gestreamt und am Spielautomaten gezockt. Nebenbei verrät der Influencer dann noch, wie viele Freespins aktuell auf dieser oder jener Seite als besondere Aktion angeboten werden. Fertig ist die perfekte und persönliche Werbung.

Ob sich ein Unternehmen für große oder kleine Influencer entscheidet, hängt von der Strategie und der Zielgruppe ab. Es gibt aber genügend Firmen, die sich gern ganz gezielt kleinere Accounts heraussuchen, weil dort oft eine persönlichere Message mit den Posts einhergeht. Das Ganze wirkt weniger professionell und nahbarer, was bei den Followern Vertrauen erzeugt. Micro-Influencer gelten damit als sehr authentisch, was für Unternehmen, die Werbung schalten möchten, natürlich von großer Bedeutung ist. Noch dazu schätzt man regelmäßige Zusammenarbeiten, wenn das Geschäft für beide Seiten passt. Auch hier haben Micro-Influencer also gute Chancen, regelmäßig Geld zu verdienen, auch wenn die Followerzahlen im Vergleich nicht allzu hoch sind.

So wird man erfolgreicher Micro-Influencer

Heutzutage ist es nicht mehr so einfach, eine Reichweite aufzubauen. Die Konkurrenz ist groß und schläft nicht. Noch dazu gibt es in fast jedem Bereich bereits einen Influencer, der bereits erfolgreich dasselbe macht, was Neulingen vielleicht vorschwebt. Das heißt aber nicht, dass Wachstum nicht mehr funktioniert. Influencer benötigen nur einen langen Atem, um die ersten 1.000 bis 10.000 Follower zu erhalten. Dann aber kann bereits Geld verdient werden, wenn man es geschickt anstellt.

Wichtig ist, den richtigen Kanal zu finden. Die beliebtesten Anlaufstellen sind YouTube, Twitter, Instagram oder Twitch. Auch müssen Ziele definiert werden. Am besten sollte für jeden potentiellen Follower direkt eine Linie erkennbar sein: Worum geht es, was möchte mir dieser Mensch vermitteln? Influencer müssen ihre Nische finden und sollten diese beibehalten. Es ist ein Trugschluss, dass der Content möglichst divers sein muss, damit viele Menschen angesprochen werden. Es ist sinnvoller, sich auf zwei bis drei Kernthemen zu spezialisieren, die gut miteinander funktionieren. Wer sich etwa als Ernährungsberater einen Namen machen möchte, kann gesunde Rezepte mit Gesundheitsfakten kombinieren und so seine Nische finden.

Auf Plattformen wie Instagram außerdem wichtiger denn je: regelmäßig posten. Das gefällt dem Algorithmus und natürlich auch den Followern. Übertreiben muss man es nicht, aber mehrmals pro Woche aktiv sein, wird empfohlen. Außerdem sollte sich jeder angehende Influencer gut vernetzen, viel kommentieren und anderen Accounts aus demselben Bereich folgen. Das ist besser als Konkurrenzdenken – und macht obendrein noch viel mehr Spaß. Wer diese Tipps beherzigt und guten Content liefert, der Mehrwert bietet, hat dann auch mit wenigen Followern die Möglichkeit, erste Kooperationen mit Firmen einzugehen. Es ist also auch weiterhin möglich, bereits mit einer kleinen Reichweite Geld zu verdienen.