Beim kleinsten Verdacht auf eine Sehschwäche sollte der Augenarzt aufgesucht werden. Je eher die Erkennung und Behandlung erfolgen, umso besser sind die Chancen auf Erfolg.

Von Dr. Oded Horowitz, Facharzt für Augenheilkunde bei Medplus Nordrhein

Die Augen strahlen, ein Lächeln deutet sich an – das sind die wohl schönsten Momente einer Mutter mit ihrem Kind. Kinder können von Geburt an sehen, aber die Sehschärfe und das Zusammenspiel beider Augen müssen sich erst entwickeln.

Gutes Sehen ist Kindern nicht angeboren, es wird in den ersten Lebensjahren erlernt und ist für die gesamte körperliche, geistige und soziale Entwicklung wichtig: Ein Kind im Alter von drei, vier Monaten beginnt, nach Dingen zu greifen, die es in etwas weiterer Entfernung sehen kann. Sobald es ab einem Alter von etwa sieben Monate auch Gegenstände außerhalb seiner Reichweite erkennen kann, streckt es danach gezielt seine Hände aus. Wenig später wird es versuchen, auf irgendeine Art und Weise zu einer Sache, die es interessant findet, zu gelangen.

Das Sehen ist ein wichtiger Bestandteil des Erkundungsdrangs von Kleinkindern – neben Händen und Mund. Im Lauf der Zeit werden die Augen zum vorrangigen Werkzeug, wenn es Neues zu entdecken gilt – und das bleibt über das Kindesalter hinaus erhalten. Rund 80 Prozent aller Informationen nehmen Menschen über die Augen auf.

Während das Neugeborene noch unscharf sieht und vorwiegend Hell-Dunkel-Kontraste unterscheiden kann, besitzt ein einjähriges Kind bereits 50 Prozent der Sehschärfe eines Erwachsenen. Erst mit etwa neun Jahren entspricht die Fähigkeit zum räumlichen Sehen der eines Erwachsenen.

Mit dreieinhalb zum Augenarzt

Laut einer Studie des BVA kann jedes zehnte Kind in Deutschland nicht richtig sehen. Das äußerst sich anhand einiger Symptome, die von den Eltern richtig gedeutet werden sollten. Zudem empfehlen sich frühzeitige Besuche beim Augenarzt: Bei familiärer Vorbelastung ist eine augenärztliche Untersuchung bereits vor dem ersten Geburtstag des Kindes angeraten. Spätestens im Alter von 3,5 Jahren sollte ein Kind zum ersten Mal dem Augenarzt vorgestellt werden – oft merkt der Nachwuchs nämlich gar nicht, dass er eine Sehschwäche hat. Als Elternteil kann man allerdings bestimmte Begleiterscheinungen feststellen, die auf eine Fehlsichtigkeit hindeuten können, etwa wenn das Kind am Spielzeug vorbei greift.

Leidet das Kind unter Schmerzen in den Augen, hat häufig Kopfschmerzen oder schielt, kann das ein Hinweis auf Weitsichtigkeit sein. Kurzsichtigkeit äußert sich mit Kopfschmerzen und Leistungsabfall, das zeigt sich meist erst im Grundschulalter, weil die Schrift an der Tafel dann nicht gelesen werden kann.

Sind beide Augen betroffen, kann das Sehproblem mit einer Brille behoben werden. Ist ein Auge gesund, wird dieses mit einem Pflaster abgeklebt, um das kranke Auge mehr zu fordern. Kinder gewöhnen sich schnell an Brille oder Pflaster – schließlich ist für den Nachwuchs mit Brille plötzlich alles schärfer und somit besser.

Treten Erscheinungen wie Augenzittern, graue oder weiße Pupillen, eine trüb erscheinende Hornhaut, Lichtscheue, hängende Augenlider oder eine gerötete Bindehaut auf, sollte in jedem Fall ein Augenarzt aufgesucht werden. Diese Sehfehler sollten schnell behandelt werden, um Spätfolgen zu vermeiden.

 

Augenarzt Dr. Oded Horowitz bietet in seinen Praxen in Düsseldorf im Ärztehaus von Medplus Nordrhein an der Oststraße und im Stadtteil Gerresheim die komplette konservative und operative Untersuchungs- und Diagnostikpalette der Augenheilkunde an. Auf diese Weise können Dr. Oded Horowitz und seine Kollegen rechtzeitig auf Veränderungen agieren und schwerwiegende Augenerkrankungen und Sehbeeinträchtigungen verhindern beziehungsweise therapieren. Dr. Oded Horowitz führt regelmäßig refraktive, Brillen-ersetzende Eingriffe durch. Mehr Informationen: www.augenarzt-in-duesseldorf.de und www.medplus-nordrhein.de

Fotocredit: © adpic

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