ICL-phake Linsen – also implantierbare Kontaktlinsen – sind für jede Fehlsichtigkeit geeignet und eine sichere Alternative zum Augenlasern.

Von Dr. Oded Horowitz, Facharzt für Augenheilkunde bei Medplus Nordrhein

ICL – als implantierbare Kontaktlinsen – eignen sich häufig für jüngere Patienten mit hochgradiger Fehlsichtigkeit oder wenn sie mit der LASIK-Methode aufgrund einer zu dünnen Hornhaut nicht behandelt werden können.

Phake Linsen, auch phake Intrakularlinsen genannt, sind ultradünne Kunstlinsen, die zusätzlich zur natürlichen Linse ins Auge implantiert werden. Die Implantation der ICL-phaken Linse ist reversibel: Bei einem späteren Grauen Star kann sie entfernt und eine neue Kunstlinse eingesetzt werden.

Angezeigt sind sie bei Kurzsichtigkeiten von mehr als minus sechs Dioptrien und Weitsichtigkeit von mehr als minus drei Dioptrien, in beiden Fällen auch in Kombination mit einer Hornhautverkrümmung. Die Implantation von phaken Linsen eignet sich generell für gesunde Augen mit stabiler Fehlsichtigkeit und einem abgeschlossenem Wachstum.

Allerdings ist es nicht möglich, die Alterssichtigkeit durch ICL-phake Linsen auszugleichen. In diesem Fall bieten die modernen optischen Eigenschaften von Multifokallinsen eine sehr gute Möglichkeit, auf Brillen und Kontaktlinsen auch zum Lesen zu verzichten.

ICL-phake Linsen werden mit höchster Sicherheit, Präzision und Vorhersagbarkeit implantiert. Dabei spielt auch die hohe Qualität der Linsen eine Rolle im Hinblick auf das dauerhafte Sehvermögen und die Verträglichkeit. Die hervorragenden Eigenschaften der Transparenz, optischen Abbildungsgenauigkeit und Stabilität bleiben dauerhaft erhalten. ICL-phake Linsen können weder verrutschen noch herausfallen und sind im Auge so gut wie unsichtbar.

Unterstützung für das fehlsichtige Auge

Das Einsetzen der Linsen erfolgt schonend: Zur Vorbereitung bekommen die Patienten Augentropfen, die die Augenoberfläche betäuben und die Pupille erweitern. Weil die Linse so fein und weich ist, kann sie gerollt durch eine etwa drei Millimeter kleine Öffnung eingesetzt werden. Dann entfaltet sie sich sanft, sodass der Operateur sie hinter der Iris platzieren kann. Schließlich sitzt sie nahezu unsichtbar an ihrem Platz und unterstützt das fehlsichtige Auge dabei, gestochen scharf sehen zu können. Die gesamte minimal-invasive Prozedur nimmt etwa 20 bis 30 Minuten in Anspruch. Die meisten Patienten können ihre täglichen Aktivitäten in wenigen Tagen und mit klarer Sicht wieder aufnehmen. Denn bereits am Tag nach der OP kann der Patient in der Regel perfekt sehen und erreicht ohne Sehhilfe sogar eine Sehkraft von 125 Prozent.

ICL-phake Linsen bestehen aus verträglichem Material, das sich der natürlichen Umgebung des Auges optimal anpasst. Dadurch, dass das Material die Hornhaut nicht umformt, werden unnatürliche Ursachen für die Entstehung trockener Augen minimiert. Es entsteht darüber hinaus kein Gewebeverlust durch Laserabtrag.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die phaken Linsen für jede Person individuell hergestellt werden. Schließlich ist jedes Auge unterschiedlich und benötigt eine optimale Korrektur der Sehstärke sowie eine passgenaue Behandlung.

 

Augenarzt Dr. Oded Horowitz bietet in seinen Praxen in Düsseldorf im Ärztehaus von Medplus Nordrhein an der Oststraße und im Stadtteil Gerresheim die komplette konservative und operative Untersuchungs- und Diagnostikpalette der Augenheilkunde an. Auf diese Weise können Dr. Oded Horowitz und seine Kollegen rechtzeitig auf Veränderungen agieren und schwerwiegende Augenerkrankungen und Sehbeeinträchtigungen verhindern beziehungsweise therapieren. Dr. Oded Horowitz führt regelmäßig refraktive, Brillen-ersetzende Eingriffe durch. Mehr Informationen: www.augenarzt-in-duesseldorf.de und www.medplus-nordrhein.de

Fotocredit: © Fotolia-dragonstock

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