Die Erlebnispädagogik stellt den Menschen in den Fokus und holt ihn da ab, wo er steht. Das hilft auch bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die durch handlungsorientierte Maßnahmen langfristig gefördert werden können.

Von Thomas Sablotny, Geschäftsführer von hoch3

Kindertagesstätten, Schulen, Jugendeinrichtungen und andere soziale, kirchliche und pädagogische Organisationen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, stehen regelmäßig vor großen Herausforderungen. Sie sind gefragt, mit den ihnen anvertrauten jungen Menschen respektvoll umzugehen, ihnen wichtige kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten zu vermitteln und jeweils auf den nächsten Lebensabschnitt vorzubereiten.

Der typische Ort dafür ist das Klassenzimmer, die Jugendeinrichtung etc. Aber genauso lassen sich in der Natur spezifische Kompetenzen erwerben, die Kinder und Jugendliche in alltäglichen Situationen gezielt einsetzen können. Dafür werden die Aspekte der Erlebnispädagogik eingesetzt. Im Mittelpunkt stehen handlungsorientierte Maßnahmen, die die Teilnehmer wirklich weiterbringen und für Unternehmen direkt messbare Ergebnisse schaffen. Diese Ergebnisse lassen sich am besten durch Erlebnisse erreichen. Denn wie zahlreiche Studien belegen, verinnerlicht der Mensch bis zu 80 Prozent der Informationen, erlebt er Situationen oder ist er bei der Entwicklung von neuen Sachverhalten dabei. Der Transferverlust beträgt nur etwa 20 Prozent. Durch diesen erlebnisorientierten Ansatz wird das Erlernte langfristig nutzbar gemacht.

Orientierung an den individuellen Bedürfnissen

Die Erlebnispädagogik stellt den Menschen in den Fokus und holt ihn da ab, wo er steht, indem sie sich an seinen individuellen Bedürfnissen orientiert und nicht auf frontale Wissensvermittlung setzt. Dadurch lassen sich echte Gruppendynamik und ein langfristiges Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln, die sich dann in neuen Potenzialen im gemeinschaftlichen Handeln zeigen. Das wiederum führt zu neuen Kompetenzen in der Lösung von vielfältigen Problemstellungen in allen Prozess- und Projektphasen.

Um das an einem Beispiel zu verdeutlichen: Eine intakte Klassengemeinschaft hat Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Schülern und deren Lernerfolge. Auch für Lehrer entscheidet die Unterrichtsatmosphäre über die Effektivität ihrer Arbeit. Erlebnispädagogische Programme legen den Grundstein für die Entwicklung dieser Gruppendynamik und des langfristigen Zusammengehörigkeitsgefühls. Das funktioniert sowohl bei einem Projekttag als auch bei einer mehrtägigen Klassenfahrt, ist aber bei mehrtätigen Trainings sicher nachhaltiger.

Floßbau, Kanu- und Kletter-Touren

Gemeinsame Erlebnisse außerhalb des Unterrichts verbinden und wirken sich positiv auf Motivation und Kooperationsbereitschaft aus. Und genau deshalb setzen wir auf solche Erlebnisse, um die gewünschten Ergebnisse dadurch zu erreichen – nicht umsonst lautet unser Motto „Erlebnisse mit Ergebnissen“. Zu den Möglichkeiten gehören beispielsweise der Floßbau, Kanu- und Kletter-Touren, Trekking und Wanderungen auch mit GPS oder auch Bogenschießen. Eben das, was die individuellen Bedürfnisse und Wünsche am besten erfüllt.

Mit diesen Programmen werden die Gruppen zu neuen Potenzialen im gemeinschaftlichen Handeln geführt und die Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen, gemeinsam Lösungen bei vielfältigen Prozessen und Problemstellungen zu entwickeln, gefördert. Dies gelingt in der Erlebnispädagogik, da diese auf Kooperations- und Vertrauensübungen, nicht auf den Wettkampf untereinander ausgerichtet ist. Alle Aufgaben werden so gestellt, dass eine Zusammenarbeit der Teilnehmer zu jeder Zeit notwendig ist. Das lässt sich dann leicht auf alle anderen Kontexte übertragen, um eben überall die besten Ergebnisse zu erreichen.

Wichtig dabei ist, wirklich individuelle Konzepte zu finden. Ein Programm für alle Teilnehmer zu entwickeln, ist nicht das richtige Vorgehen, denn alle Gruppen unterscheiden sich und verfolgen eine andere Zielsetzung. Dem muss der Anbieter eines erlebnispädagogischen Programmes Rechnung tragen. Dann wird das Outdoor-Erlebnis zu einem nachhaltigen Erfolg.

 

Thomas Sablotny ist Inhaber von hoch3mit Standorten in Mönchengladbach, dem Rhein-Kreis Neuss und der Hocheifel. Die gemeinnützige Unternehmergesellschaft ist in ganz Deutschland als Spezialistin für abenteuer- und erlebnispädagogische Programme bekannt und bildet regelmäßig auch Erlebnispädagogen aus, die sowohl mit Kinder- und Jugendgruppen als auch Erwachsenen arbeitet. Thomas Sablotny entwickelt individuelle Programme mit einem Fokus auf Outdoor-Events unter dem Motto „Wir schaffen Erlebnisse mit Ergebnissen“. Weitere Informationen unter www.hochdrei.de

Fotocredit: © hoch3

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