Die Implantation von Linsen gehört in Deutschland zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen. Dabei wird die natürliche Linse des menschlichen Auges entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt.

Von Dr. Oded Horowitz, Facharzt für Augenheilkunde bei Medplus Nordrhein

Gutes Sehen bedeutet Lebensqualität und Entfaltungsfreiheit in Privat- und Berufsleben. Doch nicht immer helfen Brillen oder Kontaktlinsen dabei, verlorengegangene Sehkraft wiederherzustellen. Je nach Situation kann auch ein chirurgischer Eingriff notwendig sein – beziehungsweise immer häufiger ist eine Operation eine gute Alternative zu Brille und Kontaktlinse, wenn der Patient auf Hilfsmittel im Alltag verzichten möchte.

Im Fokus dabei stehen Linsenimplantate. Die Implantation von Linsen gehört in Deutschland zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen. Dabei wird die natürliche Linse des menschlichen Auges entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Die erste erfolgreiche Implantation einer Intraokularlinse wurde übrigens vor mehr als 60 Jahren von Harold Ridley durchgeführt.

Doch in welchen Fällen ergibt eine Linsenimplantation Sinn? Typischerweise sind sie bei Erkrankungen sinnvoll, bei denen die natürliche Linse des Auges qualitativ abbaut und damit die Sehkraft beeinträchtigt. Dies gilt beispielsweise beim Grauen Star (Katarakt), der zu einer Trübung der Linse führt. Dadurch sieht der Patient kontrastschwächer und leidet unter einer zunehmend unschärferen Sicht. Außerdem empfehlen Augenspezialisten die Linsenimplantation beim Einsetzen der Alterssichtigkeit ab 45 Jahren, weil eine Laserbehandlung diese Art der Fehlsichtigkeit nicht dauerhaft beheben kann.

Ein künstliches Linsenimplantat ermöglicht auch Menschen mit dünner Hornhaut, hohen bis extremen Fehlsichtigkeiten oder einer Alterssichtigkeit ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen.

Linsenimplantate kommen Experten zufolge auch dann in Betracht, wenn die Fehlsichtigkeit zu hoch ist und nicht durch eine Laseroperation behoben werden kann. Das will heißen: Wenn eine Behandlung mit dem Laser keinen Erfolg mehr bringt, kann der operative Eingriff zu neuem Sehen verhelfen. Die Werte im Überblick:

  • Kurzsichtigkeit von -0,5 bis -18,0 Dioptrien
  • Weitsichtigkeit von +0,5 bis +10,0 Dioptrien
  • Hornhautverkrümmung bis zu +6,0 Dioptrien

In diesen Fällen werden sogenannte intraokulare Kontaktlinsen als Ergänzung der augeneigenen Linse eingesetzt. Je nach der Art der Fehlsichtigkeit, dem Alter des Patienten und anderen Kriterien kann die Implantation auch als Ersatz der augeneigenen Linse (refraktiver Linsenaustausch, RLA) erfolgen.

Entscheidend ist eine eingehende Voruntersuchung durch einen spezialisierten Augenarzt. Er stellt fest, ob die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Linsenimplantation vorliegen. Diese ähneln denjenigen für eine Augenlaserbehandlung. Will heißen: Die Augen dürfen keine Vorerkrankung aufweisen, und die Sehstärke muss seit mindestens einem Jahr stabil sein. Die Operation findet unter örtlicher Betäubung statt, ist ambulant und dauert rund 15 Minuten. Die Kunstlinsen werden aus sorgfältig geprüftem und bestens verträglichem Material produziert. Die Kosten einer Linsenimplantation liegen in der Regel bei rund 2500 Euro.

 

Augenarzt Dr. Oded Horowitz bietet in seinen Praxen in Düsseldorf im Ärztehaus von Medplus Nordrhein an der Oststraße und im Stadtteil Gerresheim die komplette konservative und operative Untersuchungs- und Diagnostikpalette der Augenheilkunde an. Auf diese Weise können Dr. Oded Horowitz und seine Kollegen rechtzeitig auf Veränderungen agieren und schwerwiegende Augenerkrankungen und Sehbeeinträchtigungen verhindern beziehungsweise therapieren. Mehr Informationen: www.augenarzt-in-duesseldorf.de und www.medplus-nordrhein.de

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