Um Altersarmut zu vermeiden, sollten Menschen frühzeitig privat vorsorgen. Dafür ist Beratung durch einen Partner auf Augenhöhe nötig.

Von Markus Brochenberger, Vorstand der compexx Finanz AG

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Rente in Deutschland untersucht. Der Titel des Papiers: „Preventing Age Unequality“, also „Ungleichheit im Alter vermeiden“. Ein Ergebnis: Den deutschen Rentnern geht es nie besser als heute. Nur wenige von ihnen sind auf Unterstützung vom Staat jenseits von Rente und Vorsorgeleistungen angewiesen. Die OECD warnt aber: Das Risiko von Armut und Ungleichheit im Alter nimmt für die heute jüngeren Generationen zu. Gerade für all jene, die nach 1960 geboren sind, gerate das Alter demnach zur Herausforderung. Vor allem Frauen werde die Altersarmut in Zukunft betreffen. Sie beziehen im Schnitt 46 Prozent weniger Rente als Männer.

Das Risiko heißt Altersarmut, denn die sogenannte Rentenlücke, also der Abstand zwischen dem letzten verfügbaren Einkommen und der gesetzlichen Rente, wird in Zukunft ganz erheblich. Ein Gutachten der Bundesregierung schätzt, dass die durchschnittliche Rentenquote (netto vor Steuern) im Jahr 2050 bei unter 40 Prozent im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst desselben Jahres liegen wird.

Ruhestand als finanziell angenehme Zeit

Daher tut eine strukturierte private Altersvorsorge Not, um dieses Risiko bestmöglich zu begrenzen und den Ruhestand zu einer finanziell angenehmen Zeit werden zu lassen. Denn wer wünscht sich nicht, dass er nach dem Ende der Erwerbstätigkeit auf Reisen gehen, seinen Hobbies frönen und die Kinder und Enkelkinder unterstützen kann?

Deshalb gilt die Regel: Wer früher spart, hat länger etwas davon. Die Rechnung dahinter ist ganz einfach. Ein Sparer, der mit 35 Jahren beginnt, etwas für die Ruhestandsfinanzierung zu tun, hat dafür mehr als 30 Jahre Zeit und profitiert damit neben der langen Dauer der Einzahlungen von der langfristigen Entwicklung von Zins und Zinseszins. Wer hingegen bis zum 50. Lebensjahr wartet, hat nur etwa die Hälfte der Zeit, um für die Rente vorzusorgen. Das bedeutet: Entweder er muss mit weit mehr als der doppelten Beitragshöhe operieren, oder aber er nimmt wesentlich niedrigere Auszahlungen in Kauf.

Strategie in der Ruhestandsfinanzierung entwickeln

Aber wie gehen Menschen jetzt vor, die privat etwas für Alter tun wollen? Analyse, Strategie, Umsetzung: Das ist der Dreischritt zum Erfolg. Eine individuelle Analyse arbeitet heraus, wie eine Person finanziell aufgestellt ist, wie bestehende Verträge, Kapitaldienste etc. strukturiert sind, welche Zu- und Abflüsse in Zukunft zu erwarten sind, welche Wünsche bestehen und, und, und. Daraus folgt die Strategie in der Ruhestandsfinanzierung, die besonders auf die Beitragshöhe, Laufzeit und das Rendite-Risikoprofil abzielt. Diese Aspekte müssen miteinander im Einklang stehen, um die Vermögensverwaltung für den Ruhestand nachhaltig erfolgreich zu machen. Was will der Kunde wirklich? Diese Frage steht bei einem vertrauensvollen Partner jederzeit im Fokus – und sollte dementsprechend auch offen gestellt werden.

Erst dann geht es an die Produktauswahl. Diese ist immer der letzte Step in einem umfassenden Beratungsprozess und das Ergebnis einer transparenten Zusammenarbeit, aber nie Selbstzweck. Dies zeichnet auch den guten Berater aus und ist für Kunden ein Qualitätsmerkmal: Mit Ruhe und Gelassenheit wird das richtige Produkt für den richtigen Anlass ausgewählt. Dann ist die Ruhestandsfinanzierung gesichert.

 

Markus Brochenberger ist Vorstand der compexx Finanz AG, einem Beratungsunternehmen für Finanzdienstleistungen. Die compexx Finanz AG verfolgt seit der Gründung vor 13 Jahren ein Allfinanzkonzept und betreut mittlerweile mehr als 60.000 Kunden in ganz Deutschland bei allen Fragen rund um Vermögen, Versicherung und Vorsorge. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur Versicherungsgruppe die Bayerische.

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