Ob Pille, Hormonspritze, Hormonimplantat, Hormonpflaster, Vaginalring, Kondom, Diaphragma, Sterilisation, die Pille danach, Verhütungscomputer oder Spirale: Es gibt eine Vielzahl sicherer Verhütungsmethoden. Der Frauenarzt ist der erste Ansprechpartner.

Sexualität ist für viele Menschen ein wichtiges Thema, ein gesundes Liebesleben Teil der Lebensqualität. Doch nicht immer hat der Geschlechtsverkehr die Fortpflanzung zum Ziel. Daher sind vor allem Frauen auf eine individuell passende, gesundheitlich schonende und absolut sichere Art der Verhütung angewiesen und wollen dies auch mit ihrem Frauenarzt besprechen. Der Gynäkologe ist erster Ansprechpartner für Frauen, die verhüten wollen und kennt die unterschiedlichen Möglichkeiten und Vorgehensweisen. Das ideale Verhütungsmittel sollte immer genau zu der Frau und ihrem Leben passen. Im Beratungsgespräch findet jede Frau schnell heraus, welcher Verhütungstyp sie ist und welches Produkt und welche Methode am besten zu ihr passen.

Schon lange vor Christi Geburt haben Frauen versucht, sich vor ungewollten Schwangerschaften zu schützen. Sie griffen vor allem zu Mischungen, die vor dem Geschlechtsakt in die Scheide geführt wurden. Seit dem 16. Jahrhundert kamen in Flüssigkeit getränkte Leinensäckchen zum Einsatz und damit die Vorgänger des heutigen Kondoms. Es folgte in den 1960er Jahren die Anti-Baby-Pille und damit das bis heute beliebteste und als sicherstes geltende Verhütungsmittel. Auf Platz 2 folgt in Deutschland das Kondom als wichtigste Verhütungsmethode. Aber natürlich ist es dabei nicht geblieben: Ob Pille, Hormonspritze, Hormonimplantat, Hormonpflaster, Vaginalring, Kondom, Diaphragma, Sterilisation, die Pille danach, Verhütungscomputer oder Spirale: Die Frau ist nicht mehr festgelegt und kann sich eine ihren Bedürfnissen und ihrem Leben entsprechende Methode auswählen.

Bei der richtigen Wahl zum passenden Verhütungsmittel sollte sich jede Frau fragen, was ihr an der Verhütung wichtig ist: Ist ihr ein sicherer Schutz vor einer Schwangerschaft wichtig oder der Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen? Sollte die Wirkung unabhängig von Magen-Darm-Problemen und anderen Medikamenten sein? Vielleicht möchte sie auch nicht täglich an eine Einnahme denken müssen und bevorzugt aus diesem Grund eine Langzeitverhütung, die über einen längeren Zeitraum wirksam ist, ohne dass sie sie vergessen kann. Vielleicht ist es ihr auch lieber, keine oder nur wenig Hormone einzunehmen. Oder sie findet es von Vorteil, wenn durch die jeweilige Verhütungsmethode Regelschmerzen schwächer auftreten und Blutungsdauer und -stärke abnehmen. Für manch eine Frau ist es auch entscheidend, dass sie nach der Absetzung schnell wieder fruchtbar ist und schwanger werden kann.

Rezeptpflichtige empfängnisverhütende Mittel wie die Antibabypille oder die Spirale werden bis zum vollendeten 20. Lebensjahr auf Kassenrezept („rosa Rezept“) verordnet. Das heißt, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten. Ab 18 Jahren müssen
Frauen dabei die gesetzlichen Zuzahlungen leisten. Ebenso übernehmen gesetzlichen Kassen die Kosten für ein Beratungsgespräch beim Frauenarzt zu Fragen der Empfängnisverhütung. Das gilt auch, wenn der Partner beim Gespräch dabei ist. Zur ärztlichen Beratung gehört eine gynäkologische Untersuchung und ein jährlicher Test auf Chlamydien für Frauen bis zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr.

 

Dr. med. Adrian Flohr vom Ärzte- und Gesundheitsnetzwerk Medplus Nordrhein betreut Patientinnen umfassend in allen Fragen der Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Gynäkologie). Der Frauenarzt und seine Kollegen bieten ein breites medizinisches Spektrum mit mehreren Schwerpunkten in der gesamten Gynäkologie und den relevanten angrenzenden Fachbereichen an; dazu gehören auch die gesamte Krebsvorsorge und Verhütungsfragen. Weitere Informationen unter: www.medplus-nordrhein.de/fachaerzte/dr-med-adrian-flohr-kollegen/ und www.medplus-nordrhein.de

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