In der unabhängigen Vermögensverwaltung ist ein Trend zu beobachten, und dieser Trend heißt vermögensverwaltende Fonds. Damit wollen Gesellschaften Inhaber vor allem von kleineren und mittleren Vermögen ansprechen und den Einstieg in die Verwaltung ermöglichen; aber auch die Gelder von Mandanten, die genügend Volumen für eine individuelle Portfolioverwaltung hinsichtlich Allokations-Möglichkeiten und Einstiegsgrößen mitbringen, finden sich immer wieder in diesen vermögensverwaltende Fonds wieder.

Freilich können diese Lösungen für Anleger gut sein, wenn die strategische Ausrichtung der Fonds passt und die Gebühren transparent und niedrig sind. Aber sie ersetzen eben in der Regel keine Einzeltitelauswahl in den verschiedenen Asset-Klassen im Sinne des individuellen Rendite-Risiko-Profils des Anlegers, ob in Aktien, Renten oder Alternative Investments. Nur auf diese Art und Weise kann eine Strategie entstehen, die wirklich zum Kunden passt und dessen Anforderungen erfüllt. Vielleicht sieht die Risikobereitschaft des Anlegers maximal 40 Prozent Aktien vor, und aus ethischen Gründen möchte er eigentlich auf Lebensmittel-Titel verzichten, wenn er es sich aussuchen kann. Aber der vermögensverwaltende Fonds investiert aufgrund des internen Anlage-Regimes immer zu 50 Prozent in Aktien, und natürlich gehören Nestlé-Aktien genauso dazu wie Zertifikate auf die Entwicklung des Weizenpreises. Dann passt dieser Fonds nicht zum Anleger und seinen tatsächlichen Bedürfnissen.

Risiko-Management bedarf guter Lösungen

Auf diese Bedürfnisse kann aber freilich in einer individuellen Portfolio-Zusammenstellung Rücksicht genommen werden. Es werden die ausgesprochenen und unausgesprochenen Wünsche des Anlegers ermittelt und miteinander in Einklang gebracht – auch hinsichtlich der Renditevorstellungen. Möglicherweise ist der Anleger mit einer kleinen Rendite zufrieden, für die die Aktienquote stark zurückgefahren werden kann. Oder aber das Gegenteil ist der Fall, und der Anleger möchte eine ambitionierte Rendite erwirtschaften – bei gleichzeitig größtmöglichem Ausschluss von Risiko. Dann wiederum bedarf es Lösungen, die beispielsweise den Einsatz strukturierter Produkte wie Discount-Zertifikate vorsehen, um damit Renditechancen zu wahren, aber einem möglichen Preisverfall einer Aktie vorzubeugen. Dies hängt aber eben von der jeweiligen Ausrichtung des Portfolios ab und lässt sich nicht verallgemeinern.

Unabhängige Vermögensverwaltung ist eine hochindividuelle Angelegenheit und lässt sich Lenerz ICMdeshalb kaum verallgemeinern, sobald die Kundenanforderungen gewisse standardisierbare Grenzen überschreiten. Deshalb sollte die individuelle Finanzportfolioverwaltung immer im Fokus stehen. Und dies gelingt eben auch bereits im Bereich der mittleren Vermögen, individuelle Portfolios sind kein Privileg der Hochvermögenden. Die Einzelauswahl von Titeln funktioniert auch in dem Segment, indem ausgehend vom Anlagevermögen in den entsprechenden Größen eingekauft wird. Somit finden dann eben kleinere Tranchen Eingang ins Depot, aber der Weg ist immer offen, direkt in adäquate Werte zu investieren.

 

Thomas Lenerz ist Direktor bei der I.C.M. Independent Capital Management Vermögensberatung Mannheim GmbH. Der banken- und produktunabhängige Vermögensverwalter hat sich auf die Verwaltung gehobener privater und semi-institutioneller Mandanten sowie Stiftungen spezialisiert. Seit 1999 am Markt, verwaltet I.C.M. mehrere hundert Millionen Euro an Anlegergeldern ausschließlich in individuellen Portfolios, in denen sämtliche am Markt verfügbaren liquiden Instrumente eingesetzt werden und die einem kontinuierlichen Risikomanagement unterliegen. Weitere Informationen: https://www.i-c-m-mannheim.de/

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