Wir werden ein sehr gutes Jahr im E-Commerce erleben

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Marc Wegerhoff
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© Stauke - Fotolia.com

Herr Felte, ein kurzer Blick auf den Markt: Wo steht der E-Commerce aktuell?

Frank Felte: 2014 hat der Umsatz im E-Commerce in Deutschland um knapp 20 Prozent zugelegt, von 33 Milliarden im Jahr 2013 auf eben 39 Milliarden. Und für dieses Jahr erwarten die Statistiker einen nochmaligen Sprung auf knapp unter 44 Milliarden Euro, also wieder weit mehr als zehn Prozent. Das sind für einen mittlerweile etablierten Markt herausragende Zahlen.

Der E-Commerce ist also in Deutschland etabliert?

Frank Felte: Selbstverständlich! Der digitale Handel nimmt am gesamten Handelsumsatz einen immer höheren Anteil ein, während der stationäre Handel mehr und mehr Kunden und Umsätze verliert, gewinnen die Online-Händler. Der E-Commerce ist ein Teil der Shopping-Welt, und das wird sich auch nicht mehr ändern. Ich prognostiziere vielmehr, dass sich in Zukunft noch wesentlich mehr Anteile in Richtung des digitalen Handels verschieben werden. Den E-Commerce werden wir im positiven Sinne nicht mehr los.

Weshalb kommen Sie zu diesem Schluss?

Frank Felte: Sehen Sie, auf der einen Seite werden die Kunden immer mobiler und räumlich unabhängiger, auf der anderen Seite haben sie aber auch immer weniger Zeit, um zu festen Öffnungszeiten in die Stadt zu fahren. Es ist für viele Menschen einfach unattraktiv, sich an seinem freien Tag mit zig tausend anderen durch die Stadt und die Geschäfte zu schieben – und dann doch nicht zu bekommen, was man eigentlich wollte, und am besten auch noch auf schlecht gelaunte Verkäufer zu treffen. Da macht es doch viel mehr Spaß und Sinn, am Computer, dem Smartphone oder Tablet auf ein schier unendliches Angebot an Produkten zugreifen zu können, und zwar wann und von wo man möchte.

Was für Trends sehen Sie auf die Branche zukommen?

Frank Felte: Neben extremer Mobilität bei allen Anwendungen halte ich die Unterhaltung für ein wichtiges Moment in der Erfolgsstrategie. Wir haben festgestellt, dass Kunden solche Angebote sehr schätzen. Auf www.manybuy.com ist das zum Beispiel das Format „Star Talk“. Dabei empfängt unser aus dem TV bekannter Moderator Mola Adebisi jede Woche einen anderen Musiker im Studio, die Zuschauer können sich mithilfe ihrer Web-Cams zuschalten und Fragen stellen. Damit erreichen wöchentlich eine große Anzahl an Zuschauern, auch international.

Ein Kritikpunkt am Online-Shopping ist ja, dass man sich die Waren nicht anschauen kann und sich bei der Lieferung dann Enttäuschung einstellt.

Frank Felte: Ja, beim statischen Shopping kann das tatsächlich der Fall sein. Möglicherweise bleiben Fragen oder Details ungeklärt, und dann gefällt die Ware in echt doch bei weitem nicht so gut wie bei der Darstellung auf der Website. Darauf müssen E-Commerce-Plattformen Antworten geben.

Was für Antworten sind das?

Frank Felte: Manybuy ist die erste Live-Shopping-Plattform im Internet, die es ermöglicht, jegliche Art von Produkten über einen Videokanal live zu verkaufen – wir haben das Konzept des TV-Home-Shoppings in Internet gebracht. Und Live-Shopping heißt auf www.manybuy.com wirklich auch Live-Shopping: Alle Verkäufer sind via Web-Cam direkt ansprechbar und können auf offene Punkte seitens der Käufer reagieren. So bleiben keine Fragen offen bleiben, wie es durchaus im statischen E-Commerce der Fall sein kann. Das führt zu einem umfassenden Einkaufserlebnis.