Die fast schon zahllosen Websites des weltweiten Internets möglichst sinnvoll anzuordnen ist eine Mammutaufgabe, an der Google seit seiner Gründung arbeitet. Das größte Problem sind die Kriterien, nach denen bewertet wird, ob eine Site interessant und bemerkenswert ist oder nicht, denn ob etwas interessant ist, liegt schließlich im Auge des Betrachters. Wie lässt sich so etwas also ermitteln?

Galten vormals die Anzahl der Links, die auf eine Seite verweisen, als das wichtigste Kriterium, sind es inzwischen die Inhalte der Website, die ausschlaggebend sind. Wer so genannten wertigen Content zu bieten hat, also Texte, Bilder und Videos, die wirklich beachtenswert sind (und dieses nicht nur vortäuschen), darf auf ein gutes Ranking bei Google hoffen. Der Hintergedanke: Nur wenn der User etwas noch nicht kennt, kann dieses auch interessant sein. Altbekanntes ist dagegen langweilig.

Google mag neue Texte, Bilder und Videos

Wertiger Content ist also inzwischen ein echter Rankingfaktor geworden, womöglich sogar der wichtigste. Ganz unumstritten ist dieses allerdings nicht, denn einige SEOs behaupten nach wie vor, dass das altbekannte Linkbuilding weiterhin durch nichts zu ersetzen ist. Wer also für viele Verlinkungen auf die Website sorgt, wird demnach von Google weiterhin gut bewertet und mit einem Platz weit oben bei den Suchmaschinen-Rankings belohnt.

Dass dem tatsächlich so ist, darf allerdings angezweifelt werden, denn die wirklich „starken“ Seiten, also die Seiten mit einem hohen Ranking, werden ganz offensichtlich mit reichlich wertigem Content bestückt. Die Marktführer haben beispielsweise häufig ein großes Sortiment, das sich regelmäßig verändert und somit für stete Bewegung auf der Website sorgt. Hier passiert also genau das, was sich Google von den Websites wünscht. Die Suchmaschine bemerken, dass diese Seiten häufig Neues zu bieten haben und bewertet die Seiten entsprechend hoch. Ein Top-Ranking ist die Folge, an dem die Konkurrenz nicht so ohne Weiteres rütteln kann.

Dass auch mit reinem Linkaufbau gute Ergebnisse erzielt werden, liegt in erster Linie wohl daran, dass die Konkurrenz dieser Seiten meistens nur mäßig stark oder sogar recht schwach ist. Ganz klar, wenn es zu einem ausgefallenen (also seltenen) Suchbegriff nur Seiten gibt, die die Google-Vorgaben nur wenig oder überhaupt nicht erfüllen, muss es natürlich trotzdem eine Seite geben, die ganz oben aufgeführt wird. Ein Indiz für die Wichtigkeit von Links ist dieses also nicht.

Texter und Grafiker dank „Content-Boom“ in der Pflicht

Infolge dieses „Content-Booms“ mussten die SEOs ihre Arbeit grundlegend umstellen und verstärkt mit Textern und Grafikern zusammenarbeiten, also mit Content-Lieferanten. SEOs, die auf eigene Faust arbeiten, sind hier gegenüber Agenturen klar im Nachteil, denn Agenturen beschäftigen häufig eine eigene Kreativabteilung.

Wirklich offen ist allerdings nach wie vor die Frage, ob auf Links vollständig verzichtet werden kann. Es gibt viele Hinweise darauf, dass Links neben wertigem Content sehr wohl noch ein zentraler Rankingfaktor sind. Anzunehmen ist allerdings, dass es hier in erster Linie um die Qualität dieser Links geht, nicht um die Quantität.

Ein qualitativ hochwertiger Link ist der einer Seite, die regelmäßig und häufig besucht wird. Wer solch einen Link für die eigene Website generieren will, muss viel Geld investieren – oder kreativ sein, also für eine freiwillige Verlinkung sorgen. Und hier schließt sich der Kreis, denn eine freiwillige Verlinkung erreicht man meisten nur dann, wenn man auch etwas Interessantes zu bieten hat. Und dieses ist es schließlich, was sich Google von den Websites erhofft und mit einem vorderen Platz beim Suchmaschinenranking belohnt.

Fotocredit: © patpitchaya - Fotolia.com

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