Online-Dating-Plattformen und Partnervermittlungen mit einem persönlichen Beratungsansatz haben absolute Daseinsberechtigung – auch nebeneinander. Denn es kommt bei der Wahl des Instruments immer darauf, was ein Mensch wirklich will.

Der Markt für Online-Dating-Angebote in Deutschland brummt. Nach rückläufigen Umsätzen in 2012 und 2013 – mit einem historischen Tiefstand von minus 17 Millionen Euro gegenüber dem einstigen Spitzenwert von 202,8 Millionen Euro – ist der deutsche Online-Dating-Markt zuletzt wieder auf Wachstumskurs gegangen: 2015 lag der Umsatz bei knapp 200 Millionen Euro. Damit erwirtschaftete die Branche ein solides Plus von knapp vier Prozent, wie die Studie „Der Online-Dating-Markt 2015/2016“ von Singlebörsen-Vergleich.de mitteilt. Die Zahl der aktiven Nutzer ist laut den Ergebnissen erneut gestiegen – monatlich sind über 8,4 Millionen User auf Online-Dating-Portalen unterwegs. „Grund dafür seien Neueinsteiger an beiden Enden der Altersskala: Immer mehr Junge und Alte machen mit. Die Zahl der aktiven Online-Dater nimmt aktuell jährlich um etwa 200.000 Nutzer zu“, heißt es weiter.

Auf den ersten Blick ist diese Beliebtheit von Online-Dating-Plattformen auch zu verstehen. Schließlich scheinen sich dort vielfältige Chancen bei der Partnersuche zu ergeben. Zig tausende Profile warten darauf, entdeckt zu werden, die Kontaktaufnahme funktioniert schnell und von überall her, und wenn es mit dem oder der einen nicht geklappt hat, kommt halt der oder die nächste an die Reihe, bis es irgendwann einmal klappt. Online-Dating-Plattformen suggerieren einen modernen, dynamischen Zugang in die Welt der Partnersuche, die vor allem jüngeren, digital-affigen Menschen entgegenkommen soll.

Herbe Enttäuschungen auf Portalen

Zum anderen beweist aber die Praxis, dass der Vermittlungserfolg dieser Plattformen immer wieder wenig nachhaltig ist und dass viele Menschen schon herbe Enttäuschungen auf diesen Portalen erlebt haben. Zum Beispiel erhalten sie keine ernst gemeinten Anfragen, sondern werden von Menschen angesprochen, die nur ihren Marktwert zur Selbstbestätigung testen wollen und/oder auch unlautere Absichten haben. Zum anderen hat der Soziologe Dr. Kai Dröge in einem Interview mit dem WDR herausgestellt (www1.wdr.de/wissen/mensch/tag-der-virtuellen-liebe-100.html), dass die Fülle von Angeboten „suggeriert, dass man immer noch jemand besseren finden könnte. Das führt häufig dazu, dass Menschen sehr lange sehr viele Leute treffen, immer wieder neue. Und bei der kleinsten Enttäuschung sofort zur nächsten Person wechseln. Das bekommt dann etwas Repetitives, man stumpft ab. Dabei büßen die Leute ihre Fähigkeit ein, überhaupt noch eine Beziehung zu einer einzelnen Person aufzubauen. Aber genau darum geht es ja bei der Liebe: dass man zu einer Person eine besondere Beziehung aufbaut. Diese Fähigkeit wird mit der Zeit unterminiert.“

Was bedeutet das jetzt für jemanden, der sich auf Partnersuche befindet? Er sollte seine Interesse genau abwägen und darüber nachdenken, was er wirklich will. Sucht er wechselnde Beziehungen oder will er eigentlich nur schauen, wie gut er beim anderen (oder gleichen) Geschlecht ankommt? Oder hat er Interesse an einer ernsthaften Beziehung, die vielleicht sogar ein Leben lang halten soll? Das sind völlig unterschiedliche Motivationen, die dementsprechend die Wahl des „Kanals“ der Partnervermittlung beeinflussen. Für den, der sich eigentlich gar nicht binden möchte, bietet sich der Online-Service sicherlich an – derjenige aber, der mit einem Menschen vertrauensvoll zusammenleben möchte, braucht auch eine solche Beratung und Begleitung. Für ihn sind Online-Dating-Plattformen nicht das allein Seligmachende. Denn eine echte Beziehung kann so gut wie nie auf rein virtuellen Bekanntschaften beruhen. Es zählt allein die echte Beziehung zwischen Menschen, denn nur diese beschert langfristig Glück, Zufriedenheit und Gesundheit.

Sicherlich kann auch jemand, der einen Partner fürs Leben sucht, online damit beginnen und den Markt damit sozusagen „justieren“. Aber in der Regel wird er feststellen, dass er andere Rahmenbedingungen benötigt, um wirklich glücklich zu werden. Insofern haben alle Möglichkeiten der Partnervermittlungen ihre absolute Daseinsberechtigung – man muss nur für sich selbst entscheiden, was man wirklich will.

 

Markus Poniewas ist Berater der PV-Exklusiv GmbH, einer im Raum Düsseldorf ansässige und in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätige Partnervermittlung, die sich auf gehobenes Klientel und echte Persönlichkeiten spezialisiert hat: Akademiker, Unternehmer, leitende Angestellte und Menschen mit hohem Niveau stehen im Fokus der seit vielen Jahren erfolgreich am Markt tätigen Partnervermittlung, die von Nicole Reddig geführt wird. PV-Exklusiv begleitet Kunden individuell und persönlich bis zur erfolgreichen Vermittlung, die in der Regel innerhalb von drei Monaten realisiert werden kann. Alle Kunden sind den Beratern bekannt, sodass sie die Menschen bestmöglich, ausgehend von ihren Eigenschaften und Wünschen, zusammenbringen können. Weitere Informationen: www.pv-exklusiv.de

Foto: © PV-Exklusiv

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