Jeder von uns kennt diese vermeintlich unbedeutenden Dienste im Namen der kollegialen Freundschaft. “Kannst du mal schnell?“, „Wärst du so nett das zu erledigen bevor du Feierabend machst?“ oder „Bist du so lieb und erledigst das schnell noch für mich?“.

Sätze wie diese werden immer häufiger Bestandteil des täglichen Arbeitslebens. Jeder versucht sich auf Kosten anderer den Alltag im Berufsleben etwas zu vereinfachen.

Wie du geschickt NEIN sagst und warum du das mit gutem Gewissen regelmäßig tun solltest, erfährst du jetzt.

Jeder kennt sie diese typischen Fragen um anderen Aufgaben zu übertragen, die Fragen, die anderen das Leben vereinfachen und dir mitunter deine kostbare Freizeit stehlen! Dein Inneres sagt NEIN und trotzdem möchtest du nicht der Spielverderber sein und stimmst mit einem nickenden JA der Aufgabenübernahme zu. Und das tust du, obwohl du genau weißt, dass die Erledigung der Aufgabe oder der Extragang doch länger dauert als geplant.

NEIN sagen 2

Aber warum ist das so? Bringen wir es kurz und knapp auf den Punkt. Ein NEIN wird von der Gesellschaft schlichtweg nicht akzeptiert. Mitunter wird ein NEIN im Berufsleben sogar mit mangelnder Arbeitsfähigkeit oder Identifikation mit dem Unternehmen gleichgesetzt. Während ein JA vor Zuverlässigkeit und Spontanität nur so strotzt.

Ist es also richtig jede Frage oder höfliche Bitte mit einem JA zu beantworten?

Es spielt im Prinzip keine Rolle ob Berufs- oder Privatleben, entspricht die Bitte oder Frage zur Aufgabenübernahme nicht deinen persönlichen Wertveorstellungen, lehne sie ab. Falls du dir unsicher bist, solltest du dir folgende Fragen stellen:

Stimmt die Aufgabe oder Erfüllung der Bitte mit einem persönlichen Wertesystem überein?

Für den Fall, dass du bei Erfüllung der dir zusätzlich übertragenen Aufgaben, persönliche Kompromisse eingehen musst, leidet deine Motivation. Darunter wiederum leidet deine Leistung. Leiden Motivation und Leistung, ist ein einfaches NEIN ertragreicher als ein gezwungenes JA, denn du wirst die dir übertragende Aufgabe nicht zur vollsten Zufriedenheit erledigen. Das darf nicht dein Anspruch sein.

In welchem Sinne handle ich, entscheide ich mich für das JA?

Überlege dir in welchem Sinne du handelst. Handelst du im Sinne des Unternehmens, wenn du die Aufgabe übernimmst oder handelst du im Sinne des Übertragenden? Rufe dir zu jeder Entscheidung die Unternehmensphilosophie in dein Gedächtnis. Frage dich vor jeder Antwort, ob du mit einem NEIN oder einem JA im Sinne des Unternehmens handelst. Frage dich zudem, wie würde sich dein Chef entscheiden? Wäre er bereit die zusätzliche Aufgabe zu übernehmen?

Diese Frage kannst du im Übrigen auch sehr gut auf alle Bereiche deines privaten Lebens anwenden. Ein einfaches NEIN macht dich immer stärker, als ein aufgezwungenes JA.

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